Hecken sind ein Werk des Menschen. Ihre Artenzusammensetzung entspricht denen der Waldränder. Hecken sind mit zwei direkt aneinander grenzenden Säumen des Waldes zu vergleichen (Sonnen und Schattenseiten).
Dreireihige Hecken weisen bereits ein waldtypisches Innenklima auf. Tier- und Pflanzenarten der Hecken entstammen den Waldrändern. Hecken sind wichtige Vernetzungselemente in unserer intensiv genutzten Landschaft. Beidseits entlang der Hecken sind Krautstreifen wichtig. Die Hecke mit ihren Säumen und den angrenzenden Krautstreifen bietet vielen Pflanzen und Tieren Lebensraum. Hecken dienen auch der Landwirtschaft durch Windstille, Taubildung und Frosthemmnis.

Ziel

Erhalten und Schützen bestehender Hecken.
Fördern von Neuanpflanzungen.

Pflegemassnahmen

  • Im Bereich der Krautstreifen und Hecken Dünger und Gifteintrag vermeiden
  • Krautstreifen nur abschnittweise mähen (keine Schlegelmäher oder Motorsense)
  • Dürr- oder Faulgras abschnittweise überwintern lassen
  • Schnittgut einige Tage liegen lassen damit Insekten und Larven auswandern können
  • Auswachsende Äste einzelistammweise abschneiden am Stamm
  • Auswachsende Büsche und Sträucher wenn nötig auf den Stock setzen jedoch nur abschnittweise!
  • Vereinzelte Überhälter (Bäume, die über die Strauchschicht hinausragen) als Sitzwarten für Vögel belassen.
  • Innerhalb von 3 Jahren darf höchstens die Hälfte auf den Stock geschnitten werden; der gleiche Abschnitt frühestens wieder nach 5 Jahren
  • Nur einheimische Strauch- und Baumarten zulassen.
  • Totholzaufschichtungen, Mulden und Gräben zur Bereicherung der Hecke anlegen.