Beobachtungen Fauna Hindelbank 2009

Auch im Jahr 2009 dürfen wir die Artenlisten um einige Namen erweitern. An erster Stelle sei ein Säugetier erwähnt, das in letzter Zeit von Naturschutzvereinen grosse Unterstützung erhielt. Es ist der Biber. Von ihm wurden Spuren am Urtenenbach gefunden.
Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, bei einem Waldspaziergang ein Reh zu entdecken. Dieses Jahr ist es mir gelungen im Chräiholz ein junges Reh zu fotografieren.
Junges Reh
Im Wald Chräiholz

Dank regelmässigen Beobachtungen von Samuel Bachmann konnte die Artenliste der Vögel wieder um zwei Namen erweitert werden. Brachpieper und Berglaubsänger sind Neuentdeckungen. Auch sind wieder einige Fotobelge dazugekommen.

Der schöne Silberreiher, gesehen im NSG Bärmatten ist selten anzutreffen

Für die Schmetterlinge war 2009 das Jahr der Wanderfalter. Anfangs Frühling waren Distelfalter in riesigen Mengen vom Süden her zu uns geflogen. Ein besonderer Gast, der in unseren Breitengraden äusserst selten anzutreffen ist, war der Linienschwärmer. Ich hatte das Glück, einen dieser faszinierenden Falter im Garten zu beobachten.
Eine grosse Überaschung war die Sichtung des Kronwicken-Dickkopffalters am Bord der Ruderalfläche Bärmatten. Er ist eine Rarität im ganzen Mittelland.
Weitere neue Beobachtungen sind auf der Artenliste ersichtlich, welche in diesem Jahr mit 31 neuen Arten ergänzt werden konnte.

 
Distelfalter
War letztes Jahr überall zu sehen

Eine neue Libellenart hat letztes Jahr in Hindelbank Einzug gefunden. Es ist die Feuerlibelle, eine südlich verbreitete Art, die wahrscheinlich von der Klimaerwärmung profitiert. Im Hurst konnte ich jedes Jahr die braune Mosaikjungfer bei ihrem wendigen und unermüdlichen Flug beobachten. Es gelang mir zum ersten Mal diese Libelle auch fotografisch festzuhalten.

Keilfleck-Libelle
Gesehen im Garten, ist dort eine Ausnahmeerscheinung

Unter den weiteren Insekten hat eine Heuschrecke für Aufsehen gesorgt. Samuel Bachmann hatte die blauflüglige Sandschrecke, eine, in der ganzen Schweiz seltene Heuschrecke, in der Nähe des Bahngeleises entdeckt, war aber bei der Bestimmung nicht hundertprozentig sicher. Ich ging dann in der Nähe des Bahngeleises mehrmals vergeblich auf die Suche, bis ich dank einem Tip meiner Frau, das ausergewöhnliche Tier fotografisch nachweisen konnte.
Erwähnenswert ist noch der Fund des gemeinen Widderbocks, einem Insekt aus der Familie der Bockkäfer. Gesehen habe ich ihn am Waldrand Chräiholz.

 
Blauflüglige Sandschrecke
Auf dem Bahnschotter, typischer Lebensraum dieser Art

Wer noch mehr wissen möchte über die Fauna auf Hindelbanker Boden, dem empfehle ich die Artenlisten unter "Schützenswertes".