Beobachtungen Fauna Hindelbank 2007

Rückblickend auf das Jahr 2007 sind vor allem im Bereich "Schmetterlinge" viele Neuentdeckungen dazugekommen.
Besonders zu erwähnen wäre der selten gewordene Mauerfuchs, den ich einmal im Chräiholz und einmal im NSG Bärmatten beobachten konnte. Dieser Falter war in der Schweiz einst häufig und ist in den letzten Jahrzenten durch intensive Landwirtschaft stark zurückgegangen.
Sehr erfreulich war auch das Auftreten des kleinen Perlumutterfalters, des Braundickkopffalters und des Zwergbläulings, der normalerweise nur in höheren Regionen zu finden ist. Diese drei Tagschmetterlinge habe ich alle beim Naturschutzgebiet Bärmatten entdeckt. Eine besondere Überaschung erlebte dort Mitte September. Um diese Zeit geht eigentlich die Saison für Schmetterlinge langsam zu Ende. Deshalb war auch nicht es auch nicht all zu erstaunlich, dass in Hindelbank kaum noch Falter zu finden waren, mit einer Ausnahme. Am angrenzenden Bord zur Ruderalfläche, Richtung Stepbach, tummelten sich acht verschiedene Tagfalter. Darunter, recht zahlreich die Goldene Acht und der sehr ähnliche Wanderfalter: Postillon.
Der angrenzende, etwa 10m breite blütenreiche Wiesensaum hat bestimmt viel zu dieser Artenvieifalt beigetragen. Es wäre deshalb sinnvoll diesen Wiesensaum auf jeden Fall zu erhalten und entsprechnd umsichtig zu mähen, weil sonst mit dem Schnitt der Futterpflanzen der gesamte Nachwuchs gewisser Falter vernichtet werden kann.
Insgesamt habe ich 32 neue Falterarten entdeckt, die in der entsprechenden Artenliste zu finden sind.
Mauerfuchs
(Foto aus dem Piemont, ist dort noch häufiger anzutreffen)

Die umfangreiche Artenliste der Vögel von Samuel Bachmann, konnte um drei weitere Namen ergänzt werden. Im NSG Bärmatten hat er einen Zaunammer und eine Rostgans gesehen. Im Wald einen Tannenhäher.
Dazu konnten diverse Vögel mit Fotos ergänzt werden. So zum Beispiel, der für Hindelbank wichtige Flussregenpfeifer, der Neuntöter und der Gartenrotschwanz

Neuntöter
Gesehen bei der Hecke Langenloh, Foto S. Bachmann

Für Libellen ist Hindelbank, mit diversen Feuchtbiotopen sicher ein guter Standort. Das hat sich auch dieses Jahr gezeigt, mit sechs zusätzlichen Arten.
Darunter das kleine Granatauge, die Winterlibelle und die frühe Heidelibelle.
Mit etwas Aufmerksamkeit sind auch andere interessante Insekten zu finden. Ein paar Beispiele: Der braune Grashüpfer ist am Urtenenbach gut vertreten. Im Chräiholz sind verschiede Bockkäfer zu entdecken, so der rote Halsbock und mit etwas Glück der schöne Distelbock (Bild unten). In Gärten ist die Rhododendron-Zikade zu finden.

 
Distelbock
Gesehen im Chräiholz, im Juni

Wer sich ein Gesamtbild über alle Neuentdeckungen verschaffen will, dem empfehle ich die Artelisten anzuschauen, in denen die Neuentdeckungen vom 2007 gekennziechnet sind.